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    01.05.2018

    Rothenburg und Anzing müssen noch abwarten

    Das Saisonfinale in der Herren-Bayernliga war im Tabellenkeller an Spannung kaum zu überbieten, trafen doch die vier noch gegen den Abstieg kämpfenden Mannschaften TSV Lohr (8.), TSV Rothenburg (11.), SV Anzing (12.) und DJK Rimpar II (7.) direkt aufeinander und machten somit die beiden weiteren möglichen Abstiegsplätze untereinander aus.

    Nach den Heimpunktverlusten der Rothenburger gegen Lohr (20:20) und der Anzinger gegen Rimpar II (21:27) müssen beide Mannschaften nun hoffen, dass kein beziehungsweise nur ein bayerischer Verein die Dritte Liga verlassen muss. Sollten sowohl Coburg II als auch Bad Neustadt absteigen, müssten auch Anzing und Rothenburg in den sauren Apfel beißen. Die Entscheidung fällt also erst nächste Woche am letzten Spieltag der Dritten Liga Ost, da sich diese beiden bayerischen Teams mit Siegen noch retten können.

    In Anzing (J. Limbrunner 5 Tore) war die Heimmannschaft nach dem überdeutlichen 30:18-Hinspielsieg in Rimpar eigentlich favorisiert, doch hatte die Zweitligareserve der DJK Rimpar (Keidel 6) aus der Heimblamage offenbar die richtigen Lehren gezogen und kam beim 5:3 (8.) gleich hervorragend aus den Startlöchern. Mitentscheidend war dabei vor allem das Mitwirken des zuletzt verletzt aussetzenden Rückraumlinks Philipp Meyer (4), der immer wieder die Anzinger Abwehr auf sich zog und so auch Platz für Toptorschütze und Linksaußen Matthias Keidel schaffte. Bis zum 11:12-Pausenstand hielt der Gastgeber dennoch ordentlich mit und es deutete sich ein echter Krimi um den Klassenerhalt an. Ab dem 18:18 (47.) wirkten die Anzinger dann aber immer nervöser und verkrampften phasenweise sogar. Rimpar nutzte die Gunst der Stunde, um vorentscheidend auf 22:19 (55.) davonzuziehen und ließ bis zum 27:21-Endstand dann auch nichts mehr anbrennen. Als Drittletzter muss der SV Anzing jetzt darauf hoffen, dass keine bayerische Mannschaft absteigt.

    Schon deutlich bessere Chancen auf den Klassenverbleib hat der TSV Rothenburg als Viertletzter. Denn nur bei zwei bayerischen Absteigern erwischt es auch die Mittelfranken. Dabei hätte Rothenburg (Ehrlinger 5) einen möglichen Abstieg beim 20:20 (11:9) gegen den nun doch noch geretteten TSV Lohr (Zeleny 6/3, Horky 5) auch aus eigener Kraft verhindern können, lag man doch in den gesamten 60 Minuten nicht ein einziges Mal hinten. Nach dem starken 5:1-Start (9.) drohten die Gäste gar unterzugehen. Beim 7:6 (18.) waren sie aber auch schon wieder in Schlagdistanz. Nach Wiederbeginn legte erneut Rothenburg den besseren Start hin und führte über 15:12 (36.) beim 17:14 (40.) letztmals beruhigender. In den verbliebenen 20 Minuten war es dann ein absolutes Wechselbad der Gefühle. Nach dem 18:16 (45.) glich Lohr zum 18:18 (51.). In den sehr torarmen Schlussminuten führte der gastgebende TSV beim 20:19 exakt drei Minuten vor Schluss letztmals. Danach rührte Lohr Beton an, kam selbst aber auch nur noch zum 20:20-Gleichstand 77 Sekunden vor dem Ende.

    Weit weniger spannend ging es am letzten Spieltag in der Damen-Bayernliga zu. Da aus der 3. Liga Ost der Damen mit dem TS Herzogenaurach maximal eine bayerische Mannschaft absteigen wird, waren die Abstiegsplätze schon an Rimpar (14.), Schwabach/Roth (13.) und womöglich auch Ingolstadt (12.) vergeben. Da auch die HSG Würm-Mitte bereits als Meister und Aufsteiger feststand, ging es für alle Mannschaften nur noch um einen versöhnlichen Ausklang. berg


    Nordbayerischer Kurier vom Dienstag, 1. Mai 2018, Seite 30