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    Training mit den Bundesliga-Stars

    20.12.2017

    Ehemaliges Haspo-Talent Julius Meyer-Siebert hat sich gut in Leipzig eingelebt

    Nach anfänglichen Schwierigkeiten, die auch Verletzungen geschuldet waren, hat sich Julius Meyer-Siebert, der nun vor knapp einem halben Jahr von Haspo Bayreuth nach Leipzig gewechselt ist, beim Bundesliganachwuchs des SC DHfK Leipzig gut eingefügt.

    Neben dem Training in der A-Jugend, die derzeit auf dem zweiten Platz der Bundesliga Ost steht, trainiert der 17-Jährige auch bei den Männerteams der Kooperationspartner SG Germania Zwenkau (Sachsenliga) und SG LVB Leipzig (Mitteldeutsche Oberliga) mit. Auf die Frage nach seinem bisherigen sportlichen Höhepunkt in Leipzig nennt er neben dem 24:20 in Coburg, bei dem er auch noch fünf Tore erzielte, sein erstes Training bei der Männermannschaft des SC DHfK Leipzig: „Das war schon eine tolle Erfahrung, neben den ganzen Bundesliga- und Nationalspielern in der Halle zu stehen.“

    Dabei hatte sein Engagement bei den Sachsen denkbar schlecht begonnen: Aufgrund einer Fußverletzung verpasste er die komplette Vorbereitungsphase und auch den Saisonauftakt gegen Coburg. Seine Geduld und Arbeit hat sich aber gelohnt, bestätigt auch sein Trainer Oliver Stockmar: „Julius hat sich gut ins Team hinein gearbeitet und ist nun voll drin. Wir sind sehr froh darüber, dass er sich bei unserem Probetraining im Sommer angemeldet hat, wer weiß, ob wir ihn sonst überhaupt entdeckt hätten.“

    Der Übungsleiter fügt an: „Seine damals gezeigten Leistungen hat er bestätigt und es macht Spaß, mit ihm zusammen zu arbeiten.“ Auch Meyer-Siebert zeigt sich über die Zusammenarbeit glücklich: „Ich komme gut mit Olli zurecht. Er fordert zwar viel und sein Vertrauen muss man sich erst erarbeiten. Mittlerweile habe ich aber reichlich Spielzeit.“ Vor allem in den jüngsten Partien gegen Coburg, Hanau und Friesenheim zeigte er, dass er sich immer besser integrieren kann. In diesen drei Partien erzielte der Rückraumlinks insgesamt 13 Tore.

    Neben dem Handballsport bekommt der Bayreuther auch die Schule gut gemeistert. Er besucht das Sportgymnasium Leipzig und zeigt sich vom gesamten dortigen Konzept sehr angetan: „Da spielt der Sport auch eine sehr große Rolle. Der Stundenplan ist an unsere Trainingseinheiten angepasst. Das schafft auch die Möglichkeit, zweimal pro Tag zu trainieren.“

    Insgesamt ist Meyer-Siebert also sehr zufrieden, wenngleich es im Vergleich zu Bayreuther Zeiten deutlich anstrengender ist: „Durch das viele Trainieren kommen andere Sachen kürzer. Zudem ist der Tagesrhythmus mit zweimal Training und dazwischen Schule schon anstrengend.“ Dass, um sich auf solchem Niveau weiterzuentwickeln, auch Opfer erbracht werden müssen, weiß der Bayreuther aber auch und schiebt hinterher: „Die Rahmenbedingung mit medizinischer Abteilung und der kompletten Organisation rund um Schule und Training sind schon top.“ Optimale Bedingungen also, um sich weiterzuentwickeln. Nächstes Etappenziel ist wohl das Erreichen des Viertelfinales um die Deutsche A-Jugend-Meisterschaft. ds


    Nordbayerischer Kurier vom Samstag, 16. Dezember 2017, Seite 33