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    Im Favoritenkreis

    17.10.2017

    TV Erlangen-Bruck überrascht mit 32:28 in Friedberg

    Vor der Saison hatte man mit dem TSV Friedberg (5.), der DJK Waldbüttelbrunn (4.), dem TSV Haunstetten (11.) und Haspo Bayreuth (2.) die üblichen Verdächtigen auf den Spitzenplätzen der Männer-Bayernliga erwartet. Während die Favoriten aber teilweise bedenklich schwächeln, mischen derzeit mit dem Überraschungs-Spitzenreiter TV Erlangen-Bruck und dem VfL Günzburg (3.) zwei Teams die Liga auf, die wohl nur die wenigsten Experten auf der Rechnung hatten.

    Nach dem 32:28 (13:13)-Auswärtscoup beim TSV Friedberg (Haggenmüller, Dittger, Abstreiter je 4 Tore) muss man die Brucker (Meyer 7/6, Duscher, Hirning je 6) endgültig zum Favoritenkreis zählen. War in den vergangenen Spielzeiten gerade die Konstanz und fehlende Disziplin das größte Manko des aktuellen Tabellenführers, überrascht die Mannschaft von Trainer Ben Ljevar aktuell mit einer Topleistung nach der anderen. Bei den heimstarken Schwaben traten die Brucker dann nämlich auch in der Manier einer Spitzenmannschaft auf. So führten sie über 4:2 (10.) bis zum 9:6 (18.) konstant, waren von allen Positionen gefährlich und ließen sich auch vom kurzzeitigen Zwischentief beim 11:12-Rückstand (26.) nicht aus der Bahn werfen. Vielmehr konnten sie sich einmal mehr auf die nervenstarken Rückraumspieler Steffan Meyer und Philipp Hirning verlassen, die den Vorsprung nach dem Seitenwechsel über 17:13 (35.) bis zum fast schon beruhigenden 28:22 (49.) anwachsen ließen. Zwar kam der kommende Haspo-Gast Friedberg (Samstag, 19.30 Uhr, Schulzentrum Ost) noch einmal bis auf 27:30 (58.) heran, er konnte seinen Gast aber nicht mehr in Verlegenheit bringen.

    Das zweite Überraschungsteam ist der letztjährige Fast-Absteiger VfL Günzburg (Lehr 6/2, Buck 5). Auch im Heimspiel gegen die Zweitligareserve der DJK Rimpar (Paul 7, Keidel 6) ließ der noch ungeschlagene Tabellendritte (zwei Remis) nichts anbrennen und geriet dabei nicht ein einziges Mal in Rückstand. Lediglich beim 1:1 (3.) und 2:2 (4.) egalisierten die Unterfranken, ehe man gerade gegen die bewegliche Günzburger Abwehr zu viele technische Fehler produzierte. So enteilten die Schwaben frühzeitig deutlich auf 12:6 (25.) und hatten zu diesem Zeitpunkt schon sechs verschiedene Torschützen zu bieten. Lediglich nach der Pause keimte beim 21:18 (46.) noch ein leichter Zweifel am dritten Sieg im fünften Spiel auf. Ein sich anschließender 6:2-Lauf auf 27:20 (57.) räumte aber auch diesen aus.

    Haspo-Frauenteam vor hoher Hürde

    Eine richtig große Aufgabe wartet in der Frauen-Bayernliga am kommenden Samstag um 17.30 Uhr auf Haspo Bayreuth (9.). Zu Gast im Schulzentrum Ost ist nämlich dann der verlustpunktfreie Meisterschaftsfavorit HSV Bergtheim (2.). Am vergangenen Wochenende ließen die Unterfränkinnen (Koss 6/5) wieder einmal ihre Muskeln spielen und deklassierten den bis dahin ebenfalls noch ungeschlagenen HC Erlangen (Walzik 6) beeindruckend mit 32:22 (16:12). Nach dem zwischenzeitlichen 10:10 (23.) war der Gast nicht mehr in der Lage, das hohe Tempo der Bergtheimerinnen mitzugehen und kassierte einen vorentscheidenden 9:2-Lauf zum 19:12 (34.). Tabellenführer ist immer noch der ASV Dachau (Unger 8), der gegen den Vorletzten HG Ingolstadt (Pöschmann 8/3) beim 36:16 (20:6)-Kantersieg zu keiner Zeit einen Zweifel am Favoritensieg aufkommen ließ.
    berg

    Nordbayerischer Kurier vom Dienstag, 17. Oktober 2017, Seite 29