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    In der Rolle des Pokalverteidigers

    18.08.2017

    Beim Turnier in Hermsdorf trifft Haspo auf drei körperlich starke Gegner aus der Oberliga Mitteldeutschland

    Vier Wochen vor dem Saisonstart in der Herren-Bayernliga beginnt bei den Vorbereitungen von Haspo Bayreuth allmählich der Feinschliff – immer weniger Athletiktraining, immer mehr spielerische Elemente. Eine Standortbestimmung auf diesem Weg bietet am Samstag das Turnier in Hermsdorf, bei dem der letztjährige Bayernliga-Vierte als Pokalverteidiger antritt.

    Gegner beim sogenannten Holzlandpokal sind neben Gastgeber SV Hermsdorf mit HSV Apolda und Concordia Delitzsch noch zweite weitere Mannschaften aus der letztjährigen Oberliga Mitteldeutschland, die das Haspo-Team wohl vor allem körperlich wieder ordentlich fordern werden. „Defensiv müssen wir uns auf enorme Durchschlagskraft aus dem Rückraum einstellen“, sagt Haspo-Trainer Marc Brückner. „Im eigenen Angriff werden wir wohl außerdem auf fast ausschließlich defensive Deckungsreihen treffen. Das ist für uns eine hervorragende Übung, da es auch in der Bayernliga in den meisten Fällen nicht anders sein wird.“

    Zum Auftakt treffen die Bayreuther um 10 Uhr auf den SV Hermsdorf. Die Hausherren mussten nach einer völlig verkorksten Saison mit nur sieben Pluspunkten erstmals seit langer Zeit wieder den Gang in die fünftklassige Thüringenliga antreten und streben mit ihrem neuen Trainer Pierre Liebelt, der bereits im Dezember den erfolglosen Steffen Schreiber ablöste, einen Neustart mit vielen jungen Talenten an. Um 12.15 Uhr wird Haspo dann vom ehemaligen Drittligisten HSV Apolda gefordert. Die Mannschaft aus dem Landkreis Weimar ist derzeit etwas vom Stand ihrer besten Jahre entfernt und schaffte in der vergangenen Saison auf Platz 13 nur ganz knapp den Klassenerhalt in der Oberliga Mitteldeutschland. Ausgerechnet eine Heimniederlage gegen Turnierteilnehmer Delitzsch (26:29) hätte am letzten Spieltag beinahe zum Abstieg geführt.

    Auch deswegen ist Ex-Bundesligist Concordia Delitzsch wohl als härtester Konkurrent im Kampf um die Pokalverteidigung einzustufen. Der Verein, der schon Stars wie Nationaltorhüter Silvio Heinevetter und Weltmeister Lars Kaufmann hervorbrachte, stieg im Jahr 2005 in die Bundesliga auf, musste aber 2010 Insolvenz anmelden. Seither kämpfen sich die Sachsen Stück für Stück wieder zurück ins sportliche Rampenlicht. Nachdem vor zwei Jahren der Aufstieg aus der Sachsenliga gelungen war, bedeutete der letztjährige achte Platz in der Oberliga gleich einen beachtlichen Erfolg. Offenbar werden die Ziele nun schon wieder ambitionierter, denn mit Linksaußen Sascha Meiner wurde unter anderem einer der langjährigen Toptorschützen des Drittligaabsteigers SG LVB Leipzig verpflichtet.

    „Unser Ziel ist ganz klar die Pokalverteidigung“, legt sich Marc Brückner fest. „Noch wichtiger ist jedoch, dass wir in allen Mannschaftsteilen an das gute Testspiel gegen Erlangen II anknüpfen und noch eine Schippe drauflegen können.“ Bis auf Yannick Berghammer (Urlaub) steht das Haspo-Aufgebot erstmals komplett zur Verfügung. berg


    Nordbayerischer Kurier vom Freitag, 18. August 2017, Seite 33