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    Friedberg lässt Federn

    29.11.2016

    Überraschende Heimpleite gegen Erlangen-Bruck

    Nach bereits neun Spieltagen hat sich das Feld der direkten Verfolger des immer noch verlustpunktfreien Spitzenreiters HC Erlangen II in der Herren-Bayernliga weiter verkleinert. Während die Bundesligareserve nämlich auch ihr Heimspiel gegen Aufsteiger VfL Günzburg (12.) problemlos 34:19 (13:10) gewann, verlor der TSV Friedberg (3.) überraschend zu Hause ausgerechnet gegen den vom Punktabzug deutlich beeinträchtigten TV Erlangen-Bruck (14.) mit 24:29 (13:14).

    Erwartungsgemäß, aber wohl historisch torarm entschied die DJK Waldbüttelbrunn (2.) das Unterfrankenderby beim TSV Lohr (10.) mit 20:13 (8:7) für sich.

    Der kommende Haspo-Gast HC Erlangen II (Samstag, 17.30 Uhr, Schulzentrum Ost) wird mit dem größtmöglichen Selbstvertrauen anreisen, denn auch gegen den Aufsteiger VfL Günzburg (Jahn 5 Tore) hielt man sich vollkommen schadlos. Damit zieht der HCE (Halota 7/5, Bissel, Hoffmanns je 5) an der Tabellenspitze mit mittlerweile 18:0 Punkten weiterhin einsam seine Kreise. Gegen die bayerischen Schwaben tat sich die Bundesligareserve um den Ex-Bayreuther Jakob Hoffmanns nur in der Anfangsphase etwas schwer. Danach steigerte sich vor allem die gefürchtete Erlanger Defensive, und der herausragende Torwart Michael Haßferter vernagelte nun mit seinen Reflexen förmlich das eigene Tor. Nach dem knappen 13:10-Pausenstand handelte sich dann ausgerechnet Günzburgs Michael Jahn eine schnelle Zeitstrafe ein (31.). Die Überzahl nutzten die Mittelfranken eindrucksvoll und legten mit einem 9:1-Lauf zum 22:11 (39.) den Grundstein für den hohen Heimsieg.

    Für den Paukenschlag sorgte indes der zuletzt in die Negativschlagzeilen geratene TV Erlangen-Bruck (Krämer 6/3, Völcker 5) beim eigentlich heimstarken TSV Friedberg (Grobe 5, Haggenmüller 5/3). Nachdem die Mittelfranken aufgrund des Einsatzes eines nicht spielberechtigten Spielers zuletzt alle Punkte abgezogen bekommen hatten, meldeten sie sich nun eindrucksvoll zurück. Ohne Spielmacher Steffan Meyer und Torwart Bernhard Zapf stellten die Brucker vor allem eine sehr aggressive Abwehr auf die Beine und hatten in Torwart Lars Goebel einen bärenstarken Rückhalt. So grenzten die Medizinstädter nicht nur die Kreise des Friedberger Toptorjägers Fabian Abstreiter ein, sondern kamen auch von Beginn an besser in die Partie. So führte der Gastgeber lediglich ein Mal beim 13:12 (28.) und geriet in der zweiten Halbzeit über 16:20 (41.) bereits beim 19:25 (51.) vorentscheidend in Rückstand.

    Durch die Friedberger Pleite ist die DJK Waldbüttelbrunn (Feitz 8/5) aktuell der einzig ernsthafte Erlangen-Verfolger. Die DJK übersprang auch die Hürde im Unterfrankenderby beim Nachbarrivalen TSV Lohr (Zeleny 6/2) recht souverän. Allerdings war das Spiel in der Lohrer Spessarttorhalle nichts für Handballästheten, denn spätestens nach dem zwischenzeitlichen 3:6 (14.) verkam das Derby zum absoluten Kampfspiel. Zahlreiche technische Fehler auf beiden Seiten sorgten zudem für einen kaum erkennbaren Spielfluss. Dennoch setzte sich nach dem zwischenzeitlichen 9:10 (44.) die bessere Spielanlage der Waldbüttelbrunner durch. Über 15:10 (54.) trieb DJK-Spielmacher Manuel Feitz seine Mannschaft beim 18:12 (58.) zur Vorentscheidung und zum verdienten Derbysieg in Lohr. berg


    Nordbayerischer Kurier vom Dienstag, 29. November 2016, Seite 28