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    26.08.2016

    HaSpo bei Coburger Bundesliga-Reserve / Weiß verletzt
    Weniger schweißtreibende Ausdauereinheiten, dafür vermehrtes Einüben spielerischer Elemente – bei Haspo Bayreuth werden in der gut dreimonatigen Vorbereitung auf die neue Bayernliga-Saison nun andere Akzente gesetzt. Und wie dies gelingt, wird in Testspielen geprüft, so etwa am morgigen Samstag (16 Uhr) in Coburg. Gegner ist dort der Bayerische Meister und Aufsteiger in die 3. Liga, die zweite Mannschaft des Bundesliga-Neulings HSC 2000.

    Vor dem Test beim Nachbarrivalen gab es für Haspo allerdings eine Hiobsbotschaft: Die Trainingsverletzung von Ralph Weiß stellte sich als Kreuzbandriss heraus, der Ex-Auerbacher wird für geraume Zeit ausfallen. „Das tut uns natürlich schon sehr weh“, zeigte sich Trainer Marc Brückner betroffen. Dennoch werden die Bayreuther in Coburg personell besser besetzt sein als noch zuletzt beim Turnier in Hermsdorf. Zwar werden Marius Hümpfer sowie Maximilian Hofmann noch fehlen, und auch der Einsatz von Spielmacher Tim Herrmannsdörfer ist wegen einer Blessur fraglich, doch stoßen die zuletzt verhinderten Yannik Meyer-Siebert, Niklas Pfeifer und auch Alexander Wittmann hinzu. „Wir kommen unserer Formation für die Saison schon deutlich näher“, bestätigte Brückner und gibt als Marschroute für das Testspiel aus: „Wir werden versuchen, an die wirklich guten Leistungen vom letzten Samstag anzuknüpfen, und hoffentlich weiter an unserer Konstanz arbeiten.“

    Der Trainer weiß natürlich um die Stärke der Coburger: „Ich erwarte einen Gegner, der wahrscheinlich sogar noch besser aufgestellt sein wird als jüngst Drittligist SG LVB Leipzig.“ Zum bereits in der zurückliegenden Saison so stark aufspielenden Rückraum-Duo mit Hajck Karapetjan und Johan Andersson kamen mit Andreas Wolf sowie Linksaußen Kenny Schramm die letztjährigen Toptorjäger des bisherigen Drittligisten SV 08 Auerbach nach Coburg. Außerdem rüsteten die Vestestädter auf der Spielmacherposition nach und verpflichteten Jugendnationalspieler Benedikt Kellner vom TSV Ismaning. Lediglich der Verlust ihres Routiniers Ronny Göhl auf Rechtsaußen, der nun nur noch als Co-Trainer amtiert, könnte die Bundesligareserve etwas treffen. Im gebürtigen Kieler Lukas Wucherpfennig hat man aber auch hierfür einen sehr ordentlichen Ersatz.

    Somit wird es sicher schwer für die Bayreuther, dem Favoriten noch einmal solche Probleme zu bereiten wie in der vergangenen Saison. Zwar marschierten die Coburger mit am Ende sechs Punkten Vorsprung vor HC Erlangen II sehr souverän zum Meistertitel, doch gegen Haspo mussten sie zwei ihrer lediglich sieben Minuspunkte hinnehmen. Sowohl in Coburg (29:29) als auch beim Rückspiel in Bayreuth (25:25) trennte man sich leistungsgerecht unentschieden.

    Haspo Bayreuth: Wittmann, Lehnard, Pfeifer – S. Berghammer, Goeritz, Herrmannsdörfer (?), Rahn, Meyer-Siebert, Schöttner, Saborowski, Schalk, Y. Berghammer, Nicola. berg


    Nordbayerischer Kurier vom Freitag, 26. August 2016, Seite 33