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    Standhafter Spitzenreiter

    02.02.2016

    HSC Coburg gewinnt in Waldbüttelbrunn

    Am 16. Spieltag der Herren-Bayernliga hatten die Verfolger des Spitzenreiters HSC 2000 Coburg II auf einen Ausrutscher der Vestestädter gehofft. Es wurde nichts daraus, die Zweitligareserve gewann bei der DJK Waldbüttelbrunn (5.) 25:21.

    Dabei starteten die Unterfranken (Grünert 5 Tore, Lutz, Szentgyörgyi, Stumpf je 4) gegen den Favoriten (Karapetjan 7, Baucke, Göhl je 5) vielversprechend. Mit offensiver Abwehrformation brachte die DJK die Coburger immer wieder aus dem Rhythmus. So führten die Hausherren 6:4 (16.), 8:6 (21.) und zur Pause 10:8. Sie scheiterten zudem noch oft an Coburgs Schlussmann Jonas Faber.

    Bis zum 15:12 (42.) schnupperten die Würzburger Vorstädter an einer Überraschung, ehe die routinierten Gäste im Stil einer Spitzenmannschaft antworteten und mit einer 4:0-Serie zum 16:15 (46.) das Spiel drehten. Als Coburg auf 22:18 (51.) enteilt war, schien die Begegnung entschieden, doch Waldbüttelbrunn kämpfte sich noch einmal auf 20:22 (54.) heran. Ein verworfener Siebenmeter brach dann endgültig den Widerstand der DJK.

    Drei Punkte hinter dem Spitzenreiter rangiert weiterhin der HC Erlangen II, der für den 26:24 (12:10)-Auswärtssieg bei der extrem heimstarken SG DJK Rimpar II (7.) jedoch schwer kämpfen musste. Der große Trumpf war aus Sicht des HCE (Ohlig, Walz je 6) einmal mehr die sehr sattelfeste Abwehr, die gegen nie aufgebende Unterfranken (Gräsl 10, Schömig 5/2) eine konstante Führung verteidigte. Über 10:5 (20.) führte Erlangen zur Pause dennoch nur mit zwei Toren, weil vor allem Rimpars Kreisläufer Nicolas Gräsl nie in den Griff zu bekommen war. Doch konnten sich die Mittelfranken an diesem Tag auf ihre starken Rückraumschützen verlassen: 15 der 26 Treffer gingen auf deren Konto.

    Ganz wichtige Zähler fuhr der TSV Unterhaching (9.), der nächste Gast von Haspo Bayreuth (13. Februar, 19.30 Uhr) ein. Er baute seinen Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz auf fünf Zähler aus. Beim 41:30 (21:12) im Münchner Derby gegen den TSV Allach (13.) geriet Unterhaching (Hermann 8, Borschel 6, Batzer 6/5) niemals in Gefahr. Lediglich zu Beginn konnte der Gast (Prillwitz 5, Virag 4/2, Rohmert 4/3) mithalten und führte sogar kurzzeitig mit 4:2 (6.).

    Bis zum 10:9 (20.) blieb die Partie offen, ehe ein Unterhachinger 5:0-Lauf innerhalb von nur drei Minuten die Weichen stellte. Direkt nach dem Seitenwechsel kam Allach zwar auf 15:21 heran, mehr als ein kurzes Aufbäumen war dies aber nicht. Das 30:22 (47.) durch den Ex-Bayreuther Willi Becker bedeutete dann die frühe Vorentscheidung, ehe die Schlussphase zum Schaulaufen der Hachinger wurde.

    Weiter recht aussichtsreich im Verfolgerfeld liegt der TSV Friedberg (3.). Mit dem in der Deutlichkeit kaum erwarteten 30:25 (17:9)-Sieg beim SV Anzing (6.) kann sich der Drittligaabsteiger (Abstreiter 10/1, Haggenmüller 6/4) bei fünf Punkten Rückstand zumindest noch kleine Hoffnungen auf den sofortigen Wiederaufstieg machen. Den Grundstein legte der TSV mit einer hervorragenden ersten Halbzeit, in der er die Anzinger (Pecek 5/2, Ruckdäschel 4) immer wieder zu unvorbereiteten Würfen zwang, um dann in der zweiten Welle zu leichten Toren zu kommen. berg

    Nordbayerischer Kurier vom Dienstag, 2. Februar 2016, Seite 28