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    Rimpar II überrumpelt den Spitzenreiter

    19.01.2016

    SG DJK besiegt Coburg / Sulzbacher Lebenszeichen gegen nächsten Haspo-Gegner

    Die Heimniederlage von Haspo Bayreuth gegen den HC Erlangen II tut beim Blick auf die Ergebnisse der Konkurrenz doppelt weh. Denn auch ein Großteil der Konkurrenz im Vorderfeld der Herren-Bayernliga patzte, so dass Haspo Bayreuth bei einem Sieg punktgleich mit dem Tabellenzweiten gewesen wäre. Und sogar das Topteam rutschte aus. Tabellenführer HSC 2000 Coburg verlor überraschend bei der SG DJK Rimpar II mit 17:21.

    Lediglich zu Beginn führte der Spitzenreiter (4:2), doch in der Folge brachte die Rimparer Abwehr auch die Coburger Topwerfer Lukas Wucherpfennig und Hajck Karapetjan immer wieder zur Verzweiflung und hielt den besten Angriff der Liga bei nur 17 Treffern. Dank der aggressiven Deckung und eines überragend haltenden Markus Leikauf führten die Unterfranken zur Pause mit 11:7. Nach dem Seitenwechsel schien sich aber dennoch die Coburger Routine durchzusetzen, als das Spiel beim zwischenzeitlichen 12:12 zu kippen drohte. Zweitligaspieler Dominik Schömig (5 Tore) und nicht zuletzt Jugendnationalspieler Lukas Siegler (7/2) behielten jedoch für ihr Team die Nerven und leiteten über 17:13 beim 19:15 bereits eine Vorentscheidung ein.

    Schützenhilfe erhielt Haspo auch vom Aufsteiger TV Erlangen-Bruck (11.), der seinen favorisierten Gästen vom TSV Friedberg (3.) beim 30:30 (18:14)-Unentschieden ebenso überraschend einen Punkt abknöpfte. Dabei hätte der Außenseiter sogar zwei Punkte gegen die lange Zeit schwachen bayerischen Schwaben (Haggenmüller 9/3, Knittl 5) einfahren müssen. Zahlreiche Ballverluste und überhastete Friedberger Abschlüsse luden den Gastgeber in den ersten 20 Minuten förmlich zum Gegenstoß ein. Vor allem Erlangens Linksaußen Christian Eichhorn nahm dies in der Anfangsphase gerne an und trug damit die Hauptverantwortung für die deutliche 15:8-Führung des TV. Ein Knackpunkt war zu Beginn der zweiten Halbzeit die Friedberger Abwehrumstellung von einer eher offensiven 3:2:1- zu einer defensiven 6:0-Deckung. Zwar kam TV-Kreisläufer Mirko Scholten nach wie vor zum Abschluss, aber dennoch verkürzte der Drittligaabsteiger auf 14:18. In der hart umkämpften Schlussphase hatte Friedberg beim Stand von 30:29 für die Hausherren den letzten Angriff – und vollendete diesen spektakulär. Zwei Sekunden vor Schluss warf Stefan Knittl einen Kempapass auf Linkshänder Lukas Aigner (4), der zum schmeichelhaften 30:30 vollendete.

    Gegen den nächsten Haspo-Gastgeber TuS Fürstenfeldbruck II (Sonntag 16.30 Uhr) gab der abstiegsbedrohte HC Sulzbach-Rosenberg (12.) ein Lebenszeichen. Mit 32:28 (16:11) behielten die Oberpfälzer (Luber 8, T. Kreyßig 7) die Oberhand. Doch zunächst führte der Tabellenletzte bis zum 8:5 (15.) sogar deutlich. Erst danach erarbeiteten sich die Hausherren – angeführt vom bärenstarken Max Lotter im Tor – den ganz wichtigen, aber glanzlosen Heimsieg.berg

    Nordbayerischer Kurier vom Dienstag, 19. Januar 2016, Seite 28