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    Ausrutscher bleibt die Ausnahme

    15.12.2015

    Von den Spitzenteams der Männer-Bayernliga patzt nur der SV Anzing

    Am letzten Spieltag vor der vierwöchigen Weihnachtspause leisteten sich die Favoriten der Herren-Bayernliga kaum weitere Ausrutscher. Einzige Ausnahme war der bisher so stark auftrumpfende und zuletzt viertplatzierte SV Anzing. Er verlor überraschend ausgerechnet in eigener Halle gegen den bisher so auswärtsschwachen Aufsteiger TV Erlangen-Bruck.

    Der TSV Friedberg (2.) hingegen zeigte sich von der deutlichen 17:31-Niederlage in Bayreuth gut erholt. Im Heimspiel gegen die TG Landshut wurde der Ex-Drittligist seiner Favoritenrolle trotz 4:8-Fehlstarts (10.) noch mit 29:22 (17:13) gerecht. Die wurfgewaltigen Landshuter (Kabashi 10) nutzten anfangs jede noch so kleine Lücke im Friedberger Abwehrverband, während die Gastgeber viel zu ungeduldig im Angriff agierten. Friedbergs Linkshänder Lukas Aigner (8) brachte aber nach seiner Einwechslung die Trendwende, und in der 22. Minute führte der Favorit schon 14:10. Doch auch den Beginn der zweiten Halbzeit verschlief der Gastgeber und ließ die TG beim 19:17 (33.) wieder hoffen. Eine nun folgende 7:0-Serie zum 26:17 (49.) manifestierte dann aber den Friedberger Heimsieg frühzeitig.

    Wichtige Punkte im Abstiegskampf holte Neuling TV Erlangen-Bruck durch seinen kaum für möglich gehaltenen 36:31 (21:12)-Auswärtssieg beim Überraschungsteam SV Anzing. Dementsprechend angefressen reagierte auch SVA-Trainer Müller nach der Heimpleite: „Die Mannschaft dachte nach dem Sieg in Rimpar wohl, wir sind schon wer. Wo dieser Hochmut hinführt, hat man heute gesehen.“

    Tatsächlich präsentierte sich die sonst so gefürchtete, offensive Anzinger Abwehr als ein einziger Hühnerhaufen, und im Angriff verstrickten sich die Gastgeber (J. Limbrunner 8, Ruckdäschel, Müller je 5) meist in Einzelaktionen. So führte der Außenseiter aus Erlangen, der mit dem letztjährigen Bundesliga-Profi Ben Schwandner auf Rechtsaußen antrat, schnell und unglaublich hoch mit 12:3. So richtig kamen die Anzinger Löwen dann nicht mehr zurück in das Spiel. Schon zur Pause war die Partie so gut wie entschieden, spätestens aber beim 13:26-Zwischenstand.

    Recht wenig Mühe hatte auch der TSV Haunstetten, der zum Start ins neue Jahr am 9. Januar bei Haspo Bayreuth zu Gast sein wird, mit dem HC Sulzbach-Rosenberg. Am Ende sprang für die Augsburger (Schnitzlein, Wiesner je 6, Horner 6/2) gegen die formschwachen Oberpfälzer (B. Kreyßig 8/3, B. Funke 5, Luber 5/1), die bis auf den verletzten Leistungsträger Jiri Smolik wieder komplett antreten konnten, sogar ein 40:29 (19:12)-Kantersieg heraus. Den Grundstein für den nie gefährdeten Heimsieg legte der Zwischenspurt vom 14:11 zur klaren Führung bei Halbzeit. Angetrieben durch Spielmacher Max Schnitzlein, führte Haunstetten dann spätestens beim 25:15 die Vorentscheidung herbei. berg

    Nordbayerischer Kurier vom Dienstag, 15. Dezember 2015, Seite 28