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    HaSpo verliert Thomas Schibschid an TuS Nettelstedt

    30.05.2007

    Weiterer Abgang in Richtung Bundesliga

    Ein Jahr nach den Müller-Zwillingen, die sich inzwischen beim TV Großwallstadt etabliert haben, verliert HaSpo Bayreuth einen weiteren Leistungsträger der Regionalliga-Mannschaft an einen Bundesligisten: „Thomas Schibschid hat uns wissen lassen, dass er einen Vertrag beim TuS Nettelstedt-Lübbecke unterschrieben hat“, teilte HaSpo-Vorsitzender Andreas Berghammer mit.

    Bei einem Probetraining in Ostwestfalen hat der 23-jährige Linksaußen die dortigen Verantwortlichen also offenbar von seinen Fähigkeiten überzeugt. Neben seiner Schnelligkeit und Wendigkeit hatten vor allem seine frechen Wurfvarianten Kultstatus bei den HaSpo-Anhängern.

    Ob Schibschid bei seinem neuen Verein tatsächlich eine Erstliga-Perspektive hat, ist freilich noch gar nicht sicher. Vor dem letzten Spieltag steht der TuS Nettelstedt-Lübbecke nämlich auf dem 17. und vorletzten Platz, der am Ende den Abstieg bedeuten würde. Bei einem ausstehenden Heimspiel gegen das bereits abgestiegene Schlusslicht Eintracht Hildesheim sind die Chancen aber durchaus nicht schlecht, noch Platz 16 und damit die Relegation oder sogar den direkt rettenden 15. Rang noch zu erreichen.

    Nach Martin Fiedler (TV Neuhausen/Erms) sowie Michael und Matthias Werner (HSC Coburg) ist Schibschid bereits der vierte Abgang aus der Stammformation der vergangenen Saison. Die Hoffnung, dass der völlig unerwartet in buchstäblich letzter Sekunde geschaffte Klassenerhalt etwas an der personellen Situation ändern würde, erfüllt sich also offenbar nicht. „Das kam alles viel zu überraschend“, erklärt Berghammer. „Der eine oder andere Spieler hat in der sicheren Überzeugung von unserem Abstieg vielleicht bereits Zusagen bei anderen Vereinen gemacht und fühlt sich jetzt dort im Wort.“

    Zu diesem Kreis könnte Torhüter Michael Luderschmid gehören. Er war vor einem Jahr wegen der sportlichen Perspektive vom TSV Friedberg nach Bayreuth gekommen, weil er dort in mehreren Anläufen den Sprung in die Regionalliga verpasst hatte. Im Falle eines HaSpo-Abstiegs war jedoch ziemlich klar, dass er dann bei gleicher Liga-Zugehörigkeit seinen Heimatverein vorziehen würde.

    Zieglmaier bleibt

    Aus anderen Gründen erscheint auch eine Zukunft für Pavel Krizek in Bayreuth eher unwahrscheinlich: Es gibt bei HaSpo derzeit keine Aussicht, dass die Spieler in der kommenden Saison finanzielle Zuwendungen erhalten können. „Natürlich hoffen wir noch, dass uns Sponsoren für die Regionalliga eine etwas breitete wirtschaftliche Basis geben werden, als wir sie für die Bayernliga einplanen konnten“, sagt Berghammer. „Aber auch dafür war die Zeit einfach zu kurz. Wir haben darüber noch nichts Schriftliches, und so lange haben wir auch nichts, was wir den Spielern versprechen können.“ Dem Vernehmen nach steht im Fall Krizek diesem Stand der Dinge das Angebot eines Ligarivalen gegenüber, bei dem der Tscheche nicht einmal mehr nebenbei arbeiten müsste.

    Außer Torhüter Marc Brückner sowie Thomas Bader und Peter Abel, die sich schon länger auf HaSpo festgelegt hatten, gibt es also wohl nur einen Akteur mit regelmäßigen längeren Regionalliga-Einsatzzeiten, mit dem man auch weiterhin in Bayreuth rechnen darf: „Von Kilian Zieglmaier habe ich die Aussage, dass er bleibt, weil er auch beruflich hier tätig ist.“

    Auch die Ausgangslage für die Suche nach Neuzugängen hat sich für Berghammer durch den überraschenden Klassenerhalt nicht entscheidend verändert. Andere Leute als unter Bayernliga-Voraussetzungen werde man auch jetzt nicht ansprechen: „So oder so kommen für uns nur Leute infrage, die in Bayreuth studieren werden.“

    von Eberhard Spaeth