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  • Erstmals keine großen Überraschungen

    08.12.2015

    HSC Coburg II baut Tabellenführung souverän aus / Erlanger Junioren überzeugend

    Der elfte Spieltag war wohl der erste in dieser Saison der Männer-Bayernliga, der keine großen Überraschungen brachte. Wie beim überdeutlichen 31:17-Sieg von Haspo Bayreuth gegen den Tabellenzweiten TSV Friedberg war in erster Linie die Höhe einiger Ergebnisse bemerkenswert.

    Der zweithöchste Tagessieg gelang Tabellenführer HSC Coburg II, so dass beim oberfränkischen Derby am kommenden Freitag in Coburg beide Rivalen mit besten Empfehlungen antreten. Die Zweitliga-Reserve wirkte beim 35:22 (15:9) gegen den weiterhin arg dezimierten HC Sulzbach sehr souverän. Den Oberpfälzern fehlten mit Björn Kreyßig, Marco Forster und Jiri Smolik gleich drei Stammspieler, so dass sich ein ungleicher Kampf abzeichnete. Trotzdem hielten die Gäste bis zum 8:8 beachtlich mit. Vor allem Kristian Forster (6) und Spielmacher Daniel Luber (5/3) hielten ihre Mannschaft zu diesem Zeitpunkt noch im Spiel. Danach übernahm der Spitzenreiter jedoch das Kommando. Angetrieben durch den überragenden Nikola Franke (9), setzten sich die Coburger noch vor der Pause ab und zogen dann bis auf 20:11 davon. Gerade der routinierte HSC-Rückraum ließ den Sulzbachern nun keine Chance mehr.

    Überzeugend war auch der Sieg des HC Erlangen II gegen den TSV Unterhaching mit 32:22 (17:13). Dabei legte das sogenannte Juniorenteam des Zweitligisten gleich einen Start nach Maß hin. Über 5:2 führten die Erlanger schnell mit 8:3, wobei sie vor allem in der zweiten Welle gegen die etwas ungeordnet zurücklaufenden Hachinger immer wieder erfolgreich waren. Vom Erlanger Angriffswirbel profitierten dann vor allem die beiden Außenspieler Marwin Wunder (6/2) und Christopher Bissel (6), die regelmäßig alleine vor Gästetorwart Schwarz auftauchten. Bis zur Pause hielt Unterhaching (Schibschid 7/3, Kottmeier 5) noch den Anschluss, aber in der zweiten Hälfte dominierte die Erlanger 6:0-Abwehr mit dem erneut starken Michael Haßferter im Tor. Beim 25:17 (45.) war die Partie entschieden.

    Deutlich enger ging es beim 26:22 (14:10)-Auswärtssieg des Tabellenvierten SV Anzing bei der SG DJK Rimpar II zu. Dabei überraschten die Oberbayern gegen die schnelle und zweikampfstarke Zweitliga-Reserve (Siegler 7/3, Riesenberger 6) mit einer etwas defensiveren, dafür kompakteren Abwehrvariante. Dieser Schachzug schien sich perfekt auszuzahlen, als das Team um Toptorjäger Jonathan Limbrunner (8/4) bis auf 12:6 (22.) davonzog. Die Jungwölfe schlugen jedoch noch in der ersten Halbzeit zurück und kamen nach einer Auszeit auf 10:13 (28.) heran.

    In der Pause hatten sich die Anzinger aber auch auf diese Situation eingestellt. Beim 24:18 war ihr Vorsprung vorentscheidend, auch wenn sie zum wiederholten Mal nicht konsequent den Sack zumachten. „Ich freue mich nicht nur über die zwei Punkte, sondern auch über das wirklich gute Spiel meiner Mannschaft gegen einen stark kämpfenden Gastgeber“, zeigte sich SVA-Trainer Müller zufrieden. Der letztjährige Beinahe-Absteiger bleibt somit das Überraschungsteam der Bayernliga-Saison. berg

    Nordbayerischer Kurier vom Dienstag, 8. Dezember 2015, Seite 28