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  • Im Derby platzen die Titelträume

    01.12.2015

    Waldbüttelbrunn unterliegt Rimpar II mit 19:21 und scheidet aus Meisterrennen aus

    Auch nach dem zehnten Spieltag bleibt es in der Herren-Bayernliga hinter dem souveränen Tabellenführer HSC 2000 Coburg II spannend. Denn Überraschungen ließen nicht auf sich warten.

    Im Unterfrankenduell zwischen der DJK Waldbüttelbrunn (10.) und der SG DJK Rimpar II (5.) durfte der favorisierte Gastgeber nach der 19:21 (7:10)-Niederlage endgültig seine selbst formulierten Meisterschaftsambitionen begraben. Gegen den Zweitliganachwuchs aus Rimpar war es die eigene schwache Angriffsquote, die einen Derbysieg unmöglich machte. Gegen Rimpars zweitligaerfahrenen Rückraumspieler und Juniorennationalspieler Lars Spieß (5 Tore) hatte die DJK meist keine Antwort und musste sich lediglich auf die Durchschlagskraft ihres Rückraumlinks Bohuslav Zeleny (7) verlassen. Tatsächlich reichte dessen individuelle Klasse, um die Siegchance wenigstens bis zum 17:17 (52.) aufrecht zu erhalten.

    Erstaunlich deutlich unter die Räder kam hingegen der TSV Haunstetten (8.) bei der 19:28 (11:16)-Heimniederlage gegen den stark aufspielenden HC Erlangen II (3.). Zunächst schien sich jedoch bis zum 7:7 das erwartet knappe Spiel zu entwickeln, da sich das sogenannte Erlanger Juniorteam (Herbst 6/1, Halota 5/1) gegen die offensive Abwehr des TSV (Fuchs 5, Smotzek 4/3) sehr schwer tat. Einige Ballgewinne, die Erlangen umgehend in Gegenstoßtore ummünzte, bescherten den Mittelfranken aber eine 16:11-Halbzeitführung. Viele sehenswerte Paraden von HC-Schlussmann Michael Haßferter zogen Haunstetten dann endgültig den Zahn und ließen die Unistädter vorentscheidend auf 20:12 davonziehen.

    Auf den ersten Blick etwas überraschend büßte der TSV Unterhaching (6.) beim 34:34 (19:17) gegen den TV Erlangen-Bruck (12.) einen Punkt vor eigener Kulisse ein. Auf dem zweiten Blick dürften jedoch vor allem die erkältungsbedingten Ausfälle von Rückraumlinks Emil Kottmeir und Rückraumrechts Wilhelm Becker ausschlaggebend gewesen sein. Zudem ließ sich der Ex-Bayreuther Thomas Schibschid in der 22. Minute zu einer Rangelei verleiten, die ihm zurecht die Rote Karte einbrachte. Dennoch schien sich Unterhaching (Borschel 10/5, Dauhrer 5) über 25:21 (40.) bis zum 31:27 (50.) sicher absetzen zu können. Doch plötzlich stand es 32:34 (58.). Unterhachings Toptorjäger Johannes Borschel und der kurzfristig reaktivierte Ex-Bayreuther Tim Abel sorgte aber doch noch für das gerechte Remis.

    Richtig gespannt sein, darf das Bayreuther Publikum auf das anstehende Heimspiel von Haspo Bayreuth gegen den Ex-Drittligisten TSV Friedberg (Samstag, 19.30 Uhr). Der aktuelle Tabellenzweite (Abstreiter 9, Schnitzlein 5) bewies gegen den HC Sulzbach (T. Kreyßig 8, Luber 4/2) nämlich nach einer katastrophalen ersten Halbzeit (7:11) Moral und gewann noch deutlich mit 25:20. Entscheidend war ein Friedberger Zwischenspurt vom 17:17 (40.) auf 20:17 (44.). berg

    Nordbayerischer Kurier vom Dienstag, 1. Dezember 2015, Seite 28